Gewalt
Ich fange mit einem Disclaimer an:
ich finde es nicht gut, wenn irgendjemand zusammengeschlagen oder geschubst wird.

Aber bei einem Kindergartenkind gehört das zur halbwegs normalen Entwicklung.

Wir hatten Elternabend. "Faustlos", ein Gewaltpräventionsprogramm. Am Ende machte ich mir ernsthaft Sorgen um
-meinen Geisteszustand
-meine Kopfschmerzen
-das Gefühl unterdrückter Aggression, daß sich auf dem Nachhauseweg in leisem Schimpfen über "Friedensfaschos", "Gewaltfreiheitfetischisten", "militant Friefertige", "Opfermacher", "Erziehungstotalitaristen", "Sinnverdreher", "Programmjunkies", "Hirnwäscherei" und ähnlich schmeichelhaften Worten entlud
-meine Kinder
-das Gewaltlevel im Kindergarten

was wollen die Kindergartenleute?
Kurz gefaßt: wenn Lasse-Ole Moritz-Amadeus vbon der Schaukel wegschubst, dann soll Lasse-Ole nicht zurückschubsen, sondern seine Wut verbalisieren, das Gespräch mit Lasse-Ole suchen und wenn Lasse-Ole nicht von der Schaukel runter will, sich überlegen, was er statt dessen tun könnte.

Nun bin ich nicht dafür, daß Moritz-Amadeus sich schnellstmöglich eine Zaunlatte rausbricht und zurückschlägt, aber das Modell "Laß ihn damit durchkommen" erscheint nicht erstrebenswert.

Ich fragte, warum Kinder, die kein Gewaltproblem haben (und Zurückschubsen würde ich noch nicht als Gewaltproblem ansehen), bitte ein Gewaltpräventionsprogramm mitmachen sollen. Antwort: damit es fair ist und niemand ausgegrtenzt wird und damit die Kinder, die Gewaltfreiheit schon praktizieren, als Vorbilder dienen können. Das ist ganz wichtig.
Elternmeinung: total traumatisiert seit Grundschultagen weil sich da mal jemand auf dem Schulhof geprügelt hat, das war echt schlimm, muß man verhindern. Und überhaupt- U-Bahnschläger! Gewalt ist schlimm! Gewalt ist keien Lösung!

... ja, und manchmal ist keine Gewalt auch keine Lösung...
Großer Tiger hatte dieses Unsinnsprogramm zum Glück nie, trotzdem war es hart genug, ihm beizubringen, daß man sich gegen Schulhofbullies wehren muß. Er probierte es mit der schärfsten Waffe, die er hat: Reden. Dummerweise wollte Kevin nicht reden, sondern lieber des Tigers Hausaufgaben zerreißen.
Das haben wir uns lange angeguckt, mit der Klassenlehrerin besprochen. Die Klassenlehrerin verwies auf die Gewaltpräventionsprogramme, die sie machen (die aber anscheinend Kevin nicht erreichten) und schlug vor, wir mögen Kevin doch mal einladen, dann würden die beiden sich anfreunden oder vielleicht könne der Tiger ja auch Kevin einfach aus dem Weg gehen, der Schulhof sei schließlich groß. Äks, nö. Appeasement hat schon in München nicht funktioniert...
also sprachen wir das mit dem Judo-Trainer durch. Der befand, kein Kind müsse sich schlagen lassen und übte Verteidigung gegen Schlag und Schubsen. Großer Tiger wartete nur noch... und es ergab sich auch schnell Gelegenheit. Kurz und handfest lernte Kevin, daß man keine Brillen- und Pullunderträger haut. Die Woche drauf lernte er, daß man auch keine anderen haut wenn wehrhafte Brillen- und Pullunderträger dabeisind. Resultat: Klassenlehrerin rief an wegen Prügelei, man strebe doch eine gewaltfreie Schule an und um, die Situatiuon nicht weiter zu eskalieren... blablabla. Ich erklärte, der Tiger habe sich nur verteidigt, das Drangsalieren habe lange genug gedauert. Und wenn Kevin sich jetzt provoziert fühle, weiterzumachen, läge wohl kaum dadran, daß er mal Kontra bekommen hat.

Das man auf Kinder einwirkt, bitte nicht sofort loszuprügeln, finde ich verständlich. Aber deswegen das GESAMTE Programm bis zu den Sommerferien um dieses Programm zu zentrieren?

Das legte bei mir den Verdacht nahe, daß sie wohl ein massives Problem hätten. Ich fragte also nach. Nein, selbstverständlich nicht, das sei alles rein präventiv.
Ja, aber warum denn? Wenn was klappt, warum dran rumschrauben? Sie schrauben ja nicht, sie arbeiten pädagogisch. Empathieförderung! Total wichtig!
Ich äußere, daß ich den Kindern erst mal zutraue, daß sie das schon hinbekommen, auch ohne Anleitung im Stuhlkreis und Schaubild (ja, sie haben Schaubilder...) und das die meisten Menschen, die ich treffe, zu alt sind, um dieses Programm absolviert zu haben und trotzdem gewaltfrei durch's Leben kommen.
Das einzelne Kinder Förderung brauchen- okay, dann sollen sie die bekommen. Aber deswegen alle mitzufördern?
Ich schicke ja auch keinen Nichtraucher zur Rauchentwöhnung oder zwinge einen Nichtdiabetiker, auf Schokolade zu verzichten.
Aber das ist doch unfair... Kinder werden ausgegrenzt... finde ich es nicht auch wichtig, daß niemand ausgegrenzt wird?

Über Gefühle solle nachgedacht werden, Wut rationalisiert werden und so weiter. Die Kinder sollten lernen, bei Wut erst mal zu zählen oder einen Luftballon aufzublasen und dann ohne Aggression zu reagieren und eine vorher im Stuhlkreis besprochene Lösung anzuwenden.
Wut gehört zum Leben dazu. Und kann mir einer den 3-jährigen zeigen, der das gebacken kriegt?

Und dann kam die Fragerunde, was unsere Kinder denn von diesem Wahnsinnsprogramm mit nach Hause bringen?
Ich war froh- so gut wie gar nichts. Außer das er häufiger mal in der Ecke sitzt und grumpft. Mir schwante wes... er reagiert nicht mehr auf das, was er fühlt, sondern denkt drüber nach. Und das scheint ihm nicht wirklich gut zu tun. Die Kindergartencrew fand das aber äußerst wünschen- und erstrebenswert.
Außerdem hat mein Kleienr Tigher in letzter Zeit immer Ärger mit einem Kind, was ihn ärgert. Üblicherweise brüllte er es an, schubste es weg und so und dann war das Problem gelöst. Erzieherin war begeistert: gewaltfreies Konfliktverhalten, er geht einfach weg! Ja, in die Ecke, weinen und es in sich hineinfressen. Naja, das wolle man natürlich nicht... aber grundsätzlich sei das schon gut, wenn er wegginge.
Nö, sehe ich anders.

Und deswegen haben wir gestern unser eigenes Gewaltpräventionsprogramm gestartet: Judo.




maracaya am 14.Feb 13  |  Permalink
Judo - Jut so.

Man muss erstmal seine Gefuehle wirklich kennenlernen, um spaeter angemessen darauf reagieren zu koennen.
Wenn man gar nicht weiss, wie es sich anfuehlt, wirklich wuetend zu sein, weil man von kleinauf darauf praeventioniert wurde, alles in sich reinzufressen, koennte man eventuell irgendwann mal in unangenehmer Weise von einem Wutausbruch einfach ueberrannt werden.

So Programme finde ich eigentlich grundsaetzlich ganz sinnvoll, allerdings bei so ganz Kleinen ... ich weiss nicht.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Ich hoffe, das rauscht am Mini-Tiger einfach vorbei. Mit knapp 3 ist er nur mäßig fähig, irgendwelche Konflikte zu verbalisieren.
Er hat zwar recht beeindruckende Wutanfälle gehabt, aber das hat sich zum Glück weitgehend gelegt. Das er wütend wird, wenn seine Brüder ihm was wegnehmen- klar. Und das er es dann zurückerobert- auch klar. das geht nicht ohne Körpereinsatz ab und eigentlich bin ich erst mal froh, daß er sich seiner Haut wehren kann, das ist bei 2 älteren Brüdern nämlich Überlebensvorraussetzung!

veilchenpastille am 14.Feb 13  |  Permalink
oh super
Ich nehme heute noch einen Luftballon mit auf die Arbeit. Wenn mich mal wieder ein unzufriedener Mensch anruft, um seine Kacklaune an mir rauszulassen, puste ich den Ballon auf und verbalisiere danach meine Wut im Stuhlkreis mit den Kolleginnen ...

Judo kann ich nur empfehlen. Prachtexemplar Nr. 2 hat das lange selbst gemacht und ich war sehr begeistert von dem, was den Kindern als Grundlage für diesen Sport beigebracht wird: Respekt, Fairness, Disziplin, Rücksichtnahme ...

Und manche durften dann tatsächlich irgendwann einfach nicht mehr kommen, weil sie sich an diese Regeln nicht gehalten haben. Konsequent und meiner Ansicht nach vollkommen o.k.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
gestern ist auch jemand von der Matte geflogen weil er zu doll rumgekaspert hat. Passiert, macht aber keiner von ein Drama. Wenn das zu oft passiert, kann er nicht mehr kommen.

Aber mal ganz ehrlich: nicht jeder, der im Kindergarten eher rangelt als zu reden, marschiert morgen in Polen ein oder wird zum U-Bahn-Schläger.

Großer Tiger macht schon Judo, sein kleiner Bruder kam gestern 5 cm größer vom Training wieder.

Mit ist es, ganz einfach formuliert, leiber, sie haben auch gelernt, wie man sich in einer kärperlichen Auseinandersetzung verhält (niemanden schwächeren schlagen, nicht anfangen, aufhören wenn der andere aufgibt oder am Boden liegt etc) und sie sind bereit, auch schwächeren zu Hilfe zu kommen, selbst wennd as für sie erst mal ein Risisko darstellt als das sie außer "Du-hu, willst du nicht lieber aufhören, mich zu hauen?" keine Strategie parat haben.

mark793 am 14.Feb 13  |  Permalink
Man.
Fasst.
Es.
Nicht.

Ach ja, hier liegt auch grad ein Zettel von der Schule rum, es wäre wünschenswert, dass alle Eltern der Klasse ihre Kurzen zum Konfliktbewältigungstraining mit dem Sonderpädagogen anmeldeten. Da steht nicht mal, wie lange das gehen soll oder gar, was genau da auf der Agenda steht. Und so lange ich das nicht absehe:

njet!

Obwohl im hiesigen Kindergarten eine andere (wie ich finde: gesündere und realistischere) Policy herrschte, hat Töchterlein immer noch Schwierigkeiten, adäquat auf gewalthaltige Übergriffe anderer Kids zu reagieren. Von daher werde ich einen Teufel tun, sie zu einem Appeasement-Seminar zu schleppen. Eher melde ich sie bei Vollkontakt-Karate an.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Wie gesagt: Judo. Für den Rücken und das Ego und die Auseinandersetzungen, die einfach kommen werden. Wäre ja schön, wennd as Lamm und der Löwe beieinanderliegen würden und der Säugling vor der Höhle der Schlange spielte, aber so weit sind wir hier grad noch nicht.

mark793 am 14.Feb 13  |  Permalink
In die Judo-AG hat Töchterlein mal reingeschnuppert. Sagte ihr nicht zu, und mir scheint der ich nenns jetzt mal Jazztanz-Anteil in Relation zum echten taktischen Nutzwert auch zu hoch (zumindest in der Form, wie es hier vermittelt wird).

Es ist hier auch nicht so, dass sich die Angreifer lang und formvollendet verbeugen würden, bevor es zur Sache geht, von daher bräuchten wir einfach etwas effizienteres.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Da Großer Tiger mit mit Hilfe von Judo-Techniken seinen Klassenbully erklärt hat, daß man nicht schlägt, schubst und Hausaufgaben zerreißt, kann sogar Judo im Zweifelsfall helfen.

Ich gebe zu: man muß entweder sehr lange geübt haben oder gezielt beigebracht kriegen, wie das geht. Aber dafür hatte er ja Hilfe :-)

Selbst ich zögere nämlich, einem 8-jährigen eine vollautomatische Waffe mit in die Schule zu geben zwecks Selbstverteidigung :-)


Am Ende des Elternabends guckten mich alle an, als ob ich die Kids zum USMC-Bootcamp in den Ferien schicken wollte und ich war das Problemelter wwil völlig uneinsichtig in die Problematik.
ich sehe das Problem, ich halte nur nichts vom Lösungsansatz Weglaufen.

lupuszauselus am 14.Feb 13  |  Permalink
diese veranstaltungen sind nichts anderes als hilfslosigkeit
es gibt nu ma lehrer die haben eine natürliche autorität
die picken sich die 4 schlimmsten kandidaten aus den klassen und machen dann ma mit denen zusammen unterricht

und weiste was passiert?

die wahren lämmchen als hätten sie alle kreide gefressen
sowas von einsatz und lernwillen
man kann es kaum glauben

kannste nen blatt papier fallenlassen
und das is das lauteste geräusch im ganzen raum

und wenn se aufm schulhof sind erinnert sich so mancha an seine untaten und guckt fromm

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Mit diesem Gieskannenprinzip erreicht man die, die es eh schon begriffen haben. Bei denen, die es nicht begriffen haben, muß man eh gezielter drauf eingehen.

Ein Lehrer, der sich traut, Autorität zu sein, kann da eine Menge reißen.

lupuszauselus am 14.Feb 13  |  Permalink
ich wills dich sagen
zitterwölfe kenn ja viele
sie trauen es sich nich

sie haben selbst angst vor elterngesprächen
sie haben es auch nich gelernt

wie auch?

guck da kommt das söhnchen von cassandra und is top drauf
guck da kommt das söhnchen x der kricht zu hause noch nich ma was zu essen und klaut schulbrote der anderen
dann kommt noch ein anderes söhnchen der kennt essen nur als nudeln mit ketchup odda mach dir ma nen brot (kein witz)

so fängt es schon ma an
du kannst an der schule nich die defizite der elternhäuser ausgleichen

es is doch kein internat

stimmviech am 14.Feb 13  |  Permalink
Die Gründe der Gesellschaft, solche Gewaltpräventionsprogramme gießkannenartig auch den Nicht-Gewalttätigen aufzuzwingen, sind dieselben, die zum Ausschluß von stimmviech von vielen Blogs führen: die deutsche Mittelschicht hat eine Lebens-und Naturphobie, ganz typisch für eine Endzeitgesellschaft. Nun kommt in der Realität das Gegenteil dieser Verzärtelungsgesellschaft( die sich übrigens auch schon bei jungen Menschen zeigt, da schreien junge Blogger " stalking" bei Dingen, die höchstens intensiv-belästigend sind): die hierzulande neue, im Orient angestammte Religion wird diesen ganzen Verzärtelungsquatsch beenden und das Leben mit all seiner Gewalt und seinen Unplanbarkeiten weiterführen. Leider geht dabei auch die Aufklärungskultur verloren, aber man kann nicht alles haben.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Wieso schaffen manche Leute es, immer auf den islam zu kommen? Der ist nu' wirklich schuldlos (oder ist mir was entgangen?) am militanten Blümchentum.

stimmviech am 14.Feb 13  |  Permalink
Besagte Religion rettet gerade die Menschheit durch Pflege sowohl von Familien-und Kinderliebe als auch durch Hochhalten der Aggression. Mir wäre es lieber, diese Lebensgrundlagen würden von " uns" den aufgeklärten Europäern gepflegt, denn die angesprochene Religion pflegt diese Werte im Übermaß. Da aber die cassandra-Meinung absolute Mindermeinung ist, gibt die Natur die Aufklärung zugunsten der Fortführung des Lebens an sich auf.

cassandra_mmviii am 14.Feb 13  |  Permalink
Ich bin eine völlige Minderheit, dadran habe ich michgrößtenteils gewöhnt. ich hätte nur gern Artenschutz :-)

"Besagte Religion rettet gerade die Menschheit durch Pflege sowohl von Familien-und Kinderliebe als auch durch Hochhalten der Aggression."

dann sollten wir ihr mal alle eine Runde dankbar sein :-)

Es ist nicht der Weltuntergang oder der Beginn einer spektakulären kriminellen Karriere wenn man im Kindergarten- oder Grundschulalter mal handgrefilich wird.
In der Grundschule kommen um die 200 Kinder zusammen, grob die Hälfte davon Jungs. Das die mal rempeln, schubsen oder was auch immer, halte ich für einfach einen Teil ihres Junx-Seins. Man muß den anderen ja nicht treten bis er blutend am Boden liegt.

Im Sommer rannten hier fast alle Junx mit Holzgewehren rum. Einige Eltern (dren Kinder so was nicht dürfen) fanden das richtig schlimm. Verdammt, das ist noch kein gang shooting, alle mal locker bleiben.
Wir haben bei Opa jetzt auch noch eins in Rosa bestellt, mit Glitzer am Lauf :-)

tama am 14.Feb 13  |  Permalink
Sie sind ein Individuum - ich glaube kaum, dass es noch minderheitenmäßigere Minderheiten gibt. ^^

stimmviech am 15.Feb 13  |  Permalink
Das Gewalttabu in unserer Gesellschaft wirkt auf mich schon deshalb kurios, weil wir seit vielen Jahren Krieg führen gegen religiöse Völker, die ihre Länder und Rohstoffe um keinen Preis der Welt an uns verkaufen wollen.Diese Kriege werden übrigens auch vor uns selbst getarnt geführt, deshalb die Drohnen. Krieg für Rohstoffe als Grundlage für unseren exessiven Lebensstil bei gleichzeitiger Verleugnung dieses Krieges zwecks hedonistischem Genuß, das ist naturwidrig und führt zu unserem Untergang.

cassandra_mmviii am 15.Feb 13  |  Permalink
"Krieg führen gegen religiöse Völker, die ihre Länder und Rohstoffe um keinen Preis der Welt an uns verkaufen wollen."

Wieso betonen Sie schon wieder die Religion? Muß man religiös sein, um sich nicht über's Ohr hauen lassen zu wollen?
Wenn man bei einem eher atheistischen Völkchen auf der Matte stehen würde "wir hätten gern eure Rohstoffe".. würden die den Krams rausrücken? Eher nicht.
Das sind 2 relativ getrennte Kisten.

stimmviech am 15.Feb 13  |  Permalink
Ja, ausschließlich diese archaisch-religiösen orientalisch-stämmigen Gläubigen leisten der Land-und Rohstoffnahme der westlichen Wissenskultur Widerstand. Beim ganzen Terror und dem Krieg gegen den Terror ging und geht es um die Land-und Rohstoffnahme in Saudi-Arabien in den 30ern. Alle anderen eroberten Kulturgruppen-Indianer beispielsweise-haben sich auf ganzer Linie den Verführungen(Glasperlen, Alkohol)-hingegeben oder sich bedeutungslos zurückgezogen(Amish people).

cassandra_mmviii am 15.Feb 13  |  Permalink
Auf was für Rohstoffen saßen denn die Amish?

Bei den Amish handelt es sich es sich um einen bewußten Weltverzicht. Der ist ohne Frage religiös motiviert, aber an sich ist das erst mal nicht verwerfliches.

Der Völkermord an den US-Ureinwohnern ist ausreichend dokumentiert.

stimmviech am 15.Feb 13  |  Permalink
Die Amish gelten mir als Beispiel für gelebte Konsumkritik, stören aber eben unsere hedonistische Welt überhaupt nicht.

loco-just-loco am 16.Feb 13  |  Permalink
Die Amish People sind gewissermaßen der radikale Zweig der Mennoniten. Mit gesundem Kapitalismus haben weder die Radikalen noch die Gemäßigten ein Problem, mit Konsum auch nur insoweit, als er dem Seelenheil im Wege stehen könnte. Interessanter ist der große Zusammenhalt, den man bei ihnen feststellen kann (da hilft das ganze Dorf, wenn einer Hilfe braucht), den aber die entreligiosierten Westler völlig vermissen lassen.
Rußlanddeutsche Baptisten sind übrigens auch nicht "besser". Kommen an mit nichts und stampfen in kürzester Zeit ganze Dörfer aus dem Boden. Wow.

Alle Genannten tragen übrigens gern Vollbart ohne Oberlippenbart...

am 16.Feb 13  |  Permalink
ein zitterwolf hat für die amish people totalen respekt
sie sind nich so wie zitterwölfe
abba sie ham charakter
sie sind so wie sie sind

cassandra_mmviii am 16.Feb 13  |  Permalink
Den Zusammenhalt der Amish kann man nur bewundern.

Und so sein "Ding" durchzuziehen, egal was alle anderen meinen oder machen, nötigt mir auch Respekt ab.

Der Oberlippenbart gilt soweit ich weiß als Zeichen des Militärs und wird aufgrund der strikten Ablehung jeder Gewalt nicht getragen.

Unverheiratete Männer tragen ihre Bärte kurz, verheiratete lassen wachsen und wuchern.

Unverheiratete, aber heiratsfähige Frauen tragen in den meisten Amish-Gemeinschaften schwarze Kappen, verheiratete weiße.

sid am 16.Feb 13  |  Permalink
Über den Bart sagte mal einer bei einer Doku sinngemäß: den Ehering kann man auch einmal abnehmen, aber den Bart nicht.
Oder andersrum, kommt der Mann plötzlich ohne Bart heim, ist auch alles klar...

Fand ich einen interessanten Ansatz.

stimmviech am 17.Feb 13  |  Permalink
Aber welchen Effekt hat das " Moralleben" der Amish auf uns? Gar keinen. Und im Augenblick haben die Amish große Probleme, weil ihnen die Jugend davonläuft. Und genau das ist doch beim Islam anders. Und zwar deshalb, weil das eine kriegerische Religion ist. Das fasziniert die -unterschichtige- migrantische Jugend, die somit wenn auch negative Anerkennung bekommt.

tama am 17.Feb 13  |  Permalink
Ich dachte, Religion bei den entsprechenden Jugendlichen diene als Art Rebellionsventil, weil die Elterngeneration diesbezüglich liberaler werde.

am 17.Feb 13  |  Permalink
ach was stimmviech
gut mit mein moralleben kann man keine bibel zünden

es is ne einsame katastrophe

nur darum gehts doch gar nich

ich finde leute stark egal ob die meine meinunk haben odda nich

ich könnte unmöglich amish sein

nur ich find sie toll
geil

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
"Aber welchen Effekt hat das " Moralleben" der Amish auf uns? Gar keinen."

Wenn man den Mut hat, sich der Frage zu stellen, wie glücklich ein Streicheltelefon macht, können die Amish schon der Stein sein, über den man stolpert.

Das Recht, seine Kinder nicht auf eine staatliche oder staatlich anerkannte Schule zu schicken, haben in den 1970-ern ua die Amish durchgesetzt. Davon sind wir in der BRD im gegenwärtigen Diskurs aber SEHR weit entfernt (ob ich das gut oder schlecht finde sei mal nicht die Frage).
Um die Frage hat es mit russlanddeutschen Mennoniten ein paar Jahre lang massiv gekracht. Das hatte schon Auswirkungen auf die Frage nach der Bildung von Parallelgesellschaften. Da stand dann nämlich nicht nur die immer präsente Horrorgesellschaft der Scharia-Parallelgesellschaft vor Augen, sondern das waren leute, die man explizit eingeladen hatte, herzukommen und die das "Komplettpaket" in der Form nicht wollten, was zu Konflikten führte.


"Und im Augenblick haben die Amish große Probleme, weil ihnen die Jugend davonläuft."

Ah, deswegen kaufen sie auch gründen sie auch neue Dörfer und kaufen Land auf... ich verstehe endlich!

Spaß beiseite: die haben zwar eine "Ausfallquote", aber auch eine extrem hohe Geburtenrate. Navh eienr Phase des "Rumspringe" kommen relativ viele wieder zurück. Man kann drüber streiten, ob das Amish-Aufwachsen (oder in einem Hutterer-Dorf oder bei konservativen mennoniten oder ähnlichen Gruppen) auf ein Leben in der Moderne vorbereitet.

"Und genau das ist doch beim Islam anders. Und zwar deshalb, weil das eine kriegerische Religion ist. Das fasziniert die -unterschichtige- migrantische Jugend, die somit wenn auch negative Anerkennung bekommt."

Es ist faszinierend, wie man immer auf den Islam kommen kann... Hätten Sie ohne ihn auch was zum vor Fürchten?



Ich find die Amish auch klasse. Keine Ahnung, ob ich das 3 Tage durchhalten würde, aber der Lebensstil nötigt mir auch Respekt ab.

stimmviech am 17.Feb 13  |  Permalink
@tama: Rebellion gegen die Eltern halte ich für eine deutsch-mittelschichtige Vorstellung. Hier geht es um ein die ganzen Migranten aus orientalischen Ländern geberationsübergreifendes Minderwertigkeitsgefühl. Und das wird " aufgefangen" durch dschihadistische Vorstellungen, eben den " Geburtendschihad"( cassandra hält dagegen) und den " Flugzeugdschihad). Ein Motiv meiner Schreibereien ist ja, daß ich wachsam bleiben will und mich nicht von der mittelschichtigen Friedensillusion anstecken lassen möchte.
@zitterwolf: Amish und Muslime sind mir gleichermaßen unsympathisch, weil ich weiß, was da an Terror in den Familien abgeht. Ich bin bei nicht-religiösen Fanatikern aufgewachsen und weiß, daß bei solchen Leuten das menschliche Mitempfinden gegen Null tendiert. Deshalb wäre ja auch eine um die sozialen Verwerfungen durch Multikulti wissende Gesellschaft mein Ideal, die eben auf demokratischer Basis eine gewisse Selbstdisziplin aufbringt. So aber müssen wohl fanatische Religiöse eine auf den Untergang zusteuernde hedonistische Gesellschaft korrigieren. Und das wird nicht angenehm werden. Wenn Tiger in einer solchen Welt wenigstens Judo lernen- Krav Maga wäre vermutlich die realistischere Metapher für den Kebenskampf- ist das schonmal eine gute Grundlage.

stimmviech am 17.Feb 13  |  Permalink
@cassandra: Ich komme deshalb auf den Islam, weil er der entscheidende Gegenentwurf zur hedonistischen Gesellschaft der " westlichen Werte" ist. Auch wenn das bei uns propagandistisch anders dargestellt wird: " wir" führen seit 2001 Krieg gegen ihn, weil er "unsere" Landnahme und unseren Lebensstil beeinträchtigt.

am 17.Feb 13  |  Permalink
stimmviech du bist ja total krank im kopp
wenn ein zitterwolf krieg führt is da bestimmt nichts gegen den islam
ja und bestimmt auch nich wida das judentum weil unsa arschloch alphonso sonne geile schwester hat und noch weniger

weil 99% ganz anders sind

gut ein zitterwolf is nich besonders fromm
egal in welcher religion

na und?

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
"@tama: Rebellion gegen die Eltern halte ich für eine deutsch-mittelschichtige Vorstellung. "

Das ist soweit ich weiß tatsächlich ein kulturelles Phänomän, was in anderem Kulturen anders ausfällt und manchmal sogar ganz ausfällt.

"Und das wird " aufgefangen" durch dschihadistische Vorstellungen, eben den " Geburtendschihad"( cassandra hält dagegen)"

Eigentlich bin ich bisher noch nicht auf's Mutterkreuz ausgewesen oder habe die Tiger bekommen, um die westlich-säkuläre Welt zu retten. Sorry, Hyperemesis um des Vaterlandes willen... überlasse ich anderen.
Wurde mir nicht letztens noch verhaftet sein in "stammeskültürlich-archaischen Vorstellungen" vorgeworfen?

Es gibt dazu ein Buch, was ich aber immer noch nicht gelesen habe. Höhere Geburtenraten sind nicht auf den Islam beschränkt, sondern insgesamt etwas, was bei konservativeren religiösen Gruppen vorkommt. Auch bei Christen.

"@zitterwolf: Amish und Muslime sind mir gleichermaßen unsympathisch, weil ich weiß, was da an Terror in den Familien abgeht."

Emotional dysfunktionale Familien kommen nicht nur bei Amish oder Muslimen vor. Das können auch säkuläre Europäer, ganz ohne Religion. Auch wage ich zu bezweifeln, daß Religion automatisch zu Familienteror führt. Oder terrorisiere wir (beide Eltern praktizierende Christen) die Tiger?
Die Scheidungsrate bei Amish ist übrigens extrem niedrig, was zu weniger Patchwork-Familien und deren Spannungen führt. Sich auf Familie und andere community in dem Ausmaß verlassen zu können, ist für Europäer fremd, in den USA aber nicht unbekannt. Die mormonischen relief societies machen das auch auf legendär hohem Niveau.
Ob das am weniger ausgeprägten Sozialstaat liegt oder die entsprechende Privatinitiative zu weniger Sozialstaat führt... Henne und Ei, ich weiß es nicht. ich bin mir aber relativ sicher, daß man das kaum in die BRD übertragen kann.


"So aber müssen wohl fanatische Religiöse eine auf den Untergang zusteuernde hedonistische Gesellschaft korrigieren."

Die Frage ist, ob das besser oder schlechter ist und die Aufklärung und die mit ihr einhergehende Säkularisierung das allgemeine Glückslevel gesteigert oder gesenkt haben. Das ist eine Frage der persönlichen Wertung.

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
"stimmviech du bist ja total krank im kopp"

Das hätte ich jetzt höflicher ausgedrückt, aber eine gewissen paranoia scheint dazusein

stimmviech am 17.Feb 13  |  Permalink
Paranoid sein heißt ja nicht, daß man nicht verfolgt wird...
Du scheinst mir eher eine gelassene Christin zu sein. Extrem religiöse Familien praktizieren da ganz andere Rituale. Ich glaube schon, daß es im Kind ungesunde Spannungen erzeugt, wenn alle das Wischtelefon haben und sich gesichtsbuchmäßig vernetzen, das religiös dominierte Kind aber noch nicht mal ein Festnetztelefon benutzen darf. Das Paranoide an mir ist sicherlich, daß ich selbst recht extrem, wenn auch nicht direkt religiös, aufgewachsen bin und dann auch längere Zeit mit vielen Leuten zusammen war, die auch extrem aufgewachsen sind. In den Heimen der 50er und 60er Jahre wurde die Liebe zu Gott sowohl herbeigeprügelt als auch liebestechnisch mit den Erziehern persönlich geprobt. Bis noch vor wenigen Jahren wurden entsprechende Angaben der Erzogenen psychiatrischerseits gern mit Paranoia erklärt. Seit Odenwaldschule/Canisiuskolleg mag man da inzwischen etwas vorsichtiger geworden sein. Meine persönlichen "paranoiden" Erfahrungen übertrage ich gern auf die große Politik. Und da sehe ich in der Geschichte viel Gewalt. Und da wir daraus keine Lehren zu ziehen vermögen, werden wir sie leider wiedererleben.

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
Freiheit ist das Recht, seltsam sein zu dürfen.

In Amish-Dörfern dürfte sich der Druck, ein Streicheltelefon zu benutzen weil alle eins haben, in engen Grenzen halten. Das ist eienr der Gründe, deshalb man sich so abschließt.

Amish erziehen übrigens prügelstrafenfrei- strikte Pazifisten. Dem Elter, dem die Hand durchgeht, steht ein Gespräch mit den Gemeindeältesten bevor. Unzucht wird auch nicht mit "passiert schon mal" betrachtet, sondern ist ein ernstes Vergehen. Strikte Regeln können auch Vorteile haben.

carodame am 17.Feb 13  |  Permalink
"Und wenn Kevin sich jetzt provoziert fühle, weiterzumachen, läge wohl kaum dadran, daß er mal Kontra bekommen hat."

Wohl nicht, aber dann war das Kontra zu schwach. Nein, keine Sorge, der Tiger soll sich nicht bewaffnen. Aber er darf natürlich Grenzüberschreitungen Anderer stoppen. Die Kunst liegt im ,Wie,: Schnell, beeindruckend(angemessen), ohne Nachgrollen. Die Nervensäge muss sofort verstehen können: "LASS ES SEIN!" Ohne Zweifel. Verbal, non verbal. Das können Kinder lernen.
Ein Spruch aus meiner Kinderzeit "Bei Rot bleibst Du stehn, bei Grün darfst Du gehn" drückt das treffend aus. Ohne Rot ist eigentlich immer Grün. Aber Rot muss unter allen Umständen sofort akzeptiert werden. Überlebenswichtig. Wir fuchteln aber viel zu viel mit der Gelbphase herum...

Wing Tsun(oder Chun)ist eine chinesische Kampfkunsttechnik, die der Überlieferung nach von einer chinesischen Nonne als Verteidigung für Schwache entwickelt wurde. Ohne akrobatische Wurf- oder Tritttechniken, nutzt diese die Energie des Gegners und die eigene für eine sehr wirksame Verteidigung. Aber vielleicht müssen die Tiger etwas älter sein. Geht auch für Tigermama, da kann das kleine Mädchen später mitgehen und kann sich helfen, sollten die großen Brüder mal gerade nicht da sein...;)) "Lebe friedlich" - so ein Prinzip dieser Schule. Ich ergänze: Wenn der böse Nachbar Dich nicht lässt, verschaff, ihn Dir, den Frieden.
Manchmal hilft auch ignorieren...

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
Ignorieren war unser erster Ratschlag. Aber runtergeworfene Brillen, abgerissene Riemen am Schulranzen sind irgendwann was, was man nicht mehr ignorieren kann oder will.

"STOP" sagen der nächste.

Und irgendwann reichte es halt. Es war wohl nachdrücklich genug, also wirksam. Vielleicht reichte auch schon der Überraschungsmoment, mal kontra zu kriegen.
Weiter eskaliert ist das damals nicht, die Befürchtung der Klassenlehrerin trat nicht ein. Aber um des lieben FRiedens willen den Bully weitermachen lassen ist auch nicht der Weg zur friedlichen Klasse.

Das war bislang die erste und letzte Schulhofprügelei. Von mir aus kann es dabei bleiben, aber vor Furcht zittern tut hier keiner.

Judo nutzt erst mal auch den Kraft des Gegners und beschleunigt diese dann. Man stoppt nicht, man läßt durch.

Tigermama hat knappe 4 Jahre Taekwondo gemacht bevor die Hüfte streikte.


Kleienr Tiger ist begeistert- "Ich habe eine gute Judo-Werfung gelernt" und erbot sich, das ganze am kleinen Bruder vorzuführen :-)
wir dachten er steigt mit ein Mal pro Woche ein, er will 2 Mal und am liebsten noch öfter.

ich freu mich auf den Sommer wenn sie zusammen durch den Garten purzeln :-)


Ich denke, Tigermädchens Karriere ist diesbezüglich schon entschieden noch bevor das arme Mädchen geboren ist :-)
Mini-Tiger sagt die ganze Zeit "ich auch Judo wenn ich groß bin!"
In einem Haushalt mit zwei älteren Brüdern ist eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit Überlebensvorraussetzung (naja, fast) und sie stellt sich fast von alleine ein. Nr. 4 zu sein, egal ob Mädchen oder Junge, wird da wohl nicht zahmer. Sie muß sich ja nicht nur ohne ihre Brüder zurechtfinden, sondern manchmal auch gegen sie.

Vor ganz vielen Jahren hatte ich eine Woche wg Umzug kein Telefon und es vor in der Vorhandyzeit. Um ein par notwendige telefonate zu führen, mußte ich in die Telefonzelle. Doofe Ecke, nicht gut ausgeleuchtet, etwas abseits und Gebüsch davor. Plötzlich wurde hinter mir die Tür aufgerissen und ein Kerl blöckte mich an, Unverschämtheit, ich hätte schon 2 Mal neu gewählt und versuchte mich rauszuzerren.
Das war ein ziemlicher Brocken, größer und breiter als ich und auf 180. Unschön im besten Fall.
Nö, nicht mit mir, erste Reaktion (Taekwondo ließ grüßen)- Arm loswerden.
Dann sperrte er mich in dieser Telefonzelle ein, was total irrrational war. Er wollte doch rein...
ich überlegte, Team Grün-Weiß anzurufen, hätte mich dazu aber umdrehen müssen und jemandem den Rücken zudrehen ist eine Einladung.
Also trat ich die Tür auf, an der er überlegen-lässig lehnte. Ich hatte Zeit, den Tritt zu planen, mir eine stabile Stelle zu suchen (will ja nicht die telefonzelle kaputtmachen, sondern da raus) usw.
Er flog, drehte sich um, brüllte irgendwas mit "durchf***en" und kam erst auf mich zu, überlegte es sich dann aber anders. Ich hatte fest damit gerechnet, daß es jetzt hart werden würde und stand bereit da. Das hatte ich so oft geübt, ua mit Männern, die größer waren als er... ich wußte, daß ich nicht schön treten mußte, sondern gegen das Knie und das der erste Tritt sitzen mußte. das ist im Wettkampf mit gutem Grund verboten, aber ich wollte ja keine Urkunde, sondern heile da raus.

Und sollte ihr jemals so was passieren, was niemand verhindern kann, soll Tigermädchen Tiger sein und kein Opfer.

carodame am 17.Feb 13  |  Permalink
Der erste Tritt(oder was auch immer) muss sitzen...
Genau das meine ich mit Stop. STOP ist nicht immer(eher selten)das gesprochene Wort, sondern eine Aktion, die den Handlungsabbruch des Gegenüber herbeiführt. Danach kann sich ein sofortiges Lob anschließen, um das Alternativverhalten(sich nicht Scheiße zu benehmen)zu bestärken. Funktioniert bei Tieren und Menschen gleichermaßen gut. Um Ihre Tigerfamilie ist mir nicht bange. ;)
Habe einst als der Sohn im Tigeralter war zeitgleich mit ihm Judo trainiert und als Erwachsene noch einen orangenen Gürtel erworben. Aber Kampfsportarten intensiv betrieben gehen in der Tat auf die Hüften.

carodame am 17.Feb 13  |  Permalink
Der erste Tritt(oder was auch immer) muss sitzen...
Genau das meine ich mit Stop. STOP ist nicht immer(eher selten)das gesprochene Wort, sondern eine Aktion, die den Handlungsabbruch des Gegenüber herbeiführt. Danach kann sich ein sofortiges Lob anschließen, um das Alternativverhalten(sich nicht Scheiße zu benehmen)zu bestärken. Funktioniert bei Tieren und Menschen gleichermaßen gut. Um Ihre Tigerfamilie ist mir nicht bange. ;)
Habe einst als der Sohn im Tigeralter war zeitgleich mit ihm Judo trainiert und als Erwachsene noch einen orangenen Gürtel erworben. Aber Kampfsportarten intensiv betrieben gehen in der Tat auf die Hüften.

cassandra_mmviii am 17.Feb 13  |  Permalink
"Funktioniert bei Tieren und Menschen gleichermaßen gut. Um Ihre Tigerfamilie ist mir nicht bange. ;)"
Wenn man Jungkatzi am Schwanz zieht oder kopfüber durch die Gegend schleppt, wehrt sich die Katze. Mittlerweile haben sie alle gelernt, wie Katzen Stopp "sagen" und respektieren das. Katzi erklärte übrigens effektiver als alle mütterlichen Erläuterungen zum Katzen-handling.

"Habe einst als der Sohn im Tigeralter war zeitgleich mit ihm Judo trainiert und als Erwachsene noch einen orangenen Gürtel erworben. "
Ich bin nur bis gelb gekommen, Judo ist hüftfreundlicher als Taekwondo auf Wettkampflevel.

Im Sommer soll es so was wie einen Judo-Schnuppernachmittag für die Eltern geben, da gehe ich auf jeden Fall hin, rumkugeln! Einmal zeigen, daß Tigermama auch werfen kann und notfalls sogar den Tigerpapa :-)

Für regelmäßig reicht es zur Zeit nicht und ich weiß nicht, was meine Hüfte dazu meint. Eigentlich sagen meine Erfahrungen, daß es besser für so ziemlich alles ist, wenn ich feste Muskeln habe und da wäre regelmäßiger Sport schon angezeigt, aber zur Zeit sehe ich dafür Zeit und Kraft nicht langen.