Freitag, 8. Februar 2013
Shopping Queen
Babygrundausstattung fast komplett. Der Rosa-Faktor blieb innerhalb der vom Tigerpapa tolerierten Grenzen.

Nur eine Jacke in bezahlbar (Neugeborene wachsen so schnell) und nicht bonbonrosa zu finden habe ich nicht geschafft. Also morgen zum Handarbeitsladen, Garn in augenverträglichen Farben kaufen und selber machen.

Ganz ehrlich: Einkaufen ist mir zu anstregend. Ich war noch nie ein Fan davon und grad bin ich fix und alle. Der Nestbautrieb war aber stärker als alle Vernunfteinwände. Aber der Rest kommt ganz bestimmt per Post!



Chancen und Standards
Jeder sollte den Beruf ergreifen können, den er will. Nicht jeder ist für jeden Tätigkeit geeignet- ich wäre eine mieserable Automechanikerin und als Chemikerin wahrscheinlich eine Gefahr für Land und Leute oder zumindest für meine unmittelbare Umgebung. Gut, daß ich noch nie Schrauberin werden wollte und Chemie abwählen konnte.
Manchmal ist eine gehörige Portion Glück dabei, man war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und ist den richtigen Leuten aufgefallen. Das kann man nicht formell garantieren.

Menschen wegen ihres Geschlechtes grundsätzlich auszuschließen halte ich in den allermeisten Fällen für falsch.
Es gibt Bereiche, in denen man da sensibel vorgehen sollte- bei der Physiotherapie wurde ich gefragt, ob es mir was ausmache, wenn mich ein Mann behandelt. Äh, warum? Ich hatte seit 15 Jahren keine Physiotherapie mehr und ein paar Entwicklungen waren an mir vorbeigegangen...zB eine höhere Sensibilität für solche Fragen. Und ich hatte keine Ahnung, daß Hüftprobleme unter anderem durch Ertasten und Lockern von Mini-Muskeln im Po behandelt werden.

In den USA sollen grundsätzlich alle Militäreinheiten für Frauen geöffnet werden. Unabhängig vom Geschlecht wird geschaut, wer die notwendigen Leistungen schafft und damit für welche Einheit qualifiziert.
Das halte ich für vernünftig. Zur Zeit wird den Frauen ein Frauenbonus zugestanden, von dem ich (als Zivilistin und Nichtexpertin) mich frage, ob er unter Kampfbedingungen nicht lebensgefährlich ist. Die letzten 10 Jahre Afghanistan haben gezeigt, daß nicht jede militärische Auseinandersetzung einen klaren Frontverlauf hat, von dem man Unterstützungseinheiten (deren Angehörige weniger körperlich leisten müssen) fernhalten kann. Das heißt, solange man aus politischen Gründen Frauen beim Militär haben will, muß man hinnehmen, daß sie, ebenso wie Männer, in Kämpfe verwickelt werden können. Und dann sollten sie dafür auch die nötigen Ausgangsvorraussetzungen haben. Sorry wenn mein Zynismus mit mir durchgeht, aber der Taliban wird kaum zum Jihadisten sagen "Du-hu, schieß mal schlumpfiger, da hinten steht eine Frau, wollen wir mal fair sein, die rennen nicht so schnell." Ich fürchte eher, daß solche Leute ihr Weltbild in der Situation per Waffengewalt durchsetzen könnten und extra genau schießen, denn Frauen sollten echt zu Hause bleiben und keine Hosen tragen, in denen man etwas von ihnen sehen kann (zählen Helme eigentlich als Bedeckung der Haare?).

Nicht jeder Mann ist körperlich fit, warum also so tun als wären alle Frauen immer körperlich weniger fit als Männer?

Aber:
wenn ich mir ansehe, wie weit die Leistungen von Athleten und Athletinnen auseinanderklaffen, dann weiß ich nicht, wie viele Frauen für Kampfeinheiten qualifizieren werden.

Bei den letzten Olympischen Spielen fielen Tigergatte und ich fast vom Sofa als wir sahen, wie viel schlechter Frauen zB beim Pistolenschießen abschnitten. Mit "Männer haben nur ein bißchen mehr Muskeln" alleine ist das nicht zu erklären.



2 Tiger zu Hause
spielen weitgehend friedlich.

Sie haben eine Menge Krams aus der Küche entführt weil sie "Restaurangt" spielen wollen, ich muß also heute mittag zusehen, daß ich noch einen Kochlöffel wiederbekomme.

Kleiner Tiger trägt mit der Begründung, daß es drinnen ja warm sei, Bermuda-Shorts und ein Hawaii-Hemd (die Knopfleiste steht selbstverständlich offen). ich muß gleich mal Bilder vom Jungmagnum machen :-)

Mini-Tiger ließ sich problemlos anziehen und wir warten immer noch auf Anzeichen dieses hochansteckenden Durchfalls.

Jungkatzi schläft im Wäschekorb und Katerchen residiert auf dem Sessel.



Anraunzer vom Kindergarten
Sie haben versucht, mich anzurufen. Auf dem handy. Und ich bin nicht ans Telefon gegangen! Gestern!

Ich (geduldig): Aber wir hatten doch angerufen und gesagt, daß ich im Krankenhaus bin.

Kindergarten: Ja, aber wir haben versucht Sie zu erreichen. Auf dem Handy. Das geht nicht, daß man nicht erreichbar ist. Überhaupt: ich hätte doch gesagt, ich habe kein Handy. Aber sie haben eine Nummer.
Ja, von dem Dingsie, von dem ich nie weiß, wo es ist und was nur Strom hat wenn Tigergatte dran denkt.

Ich (Kinder haben macht geduldig): Verweis auf Tigergattens Dienstnummer und Handynummer.

Wir haben versucht, anzurufen, Eltern müssen ihre Erreichbarkeit für den Notfall sicherstellen.

Ich: Was war den für ein Notfall? Kinder sahen ja recht heile aus...

Der Mini-Tiger habe schon seit TAGEN schweren Durchfall, so könne er nicht kommen, hohe Ansteckungsgefahr.

Mir war zu Hause nichts aufgefallen. Mein Verdacht: wenn man das Kind nicht regelmäßig wickelt, können sich da recht unschöne Prozesse mit Urin und Kot abspielen.

Er ist jetzt aus Seuchenschutzgründen zu Hause. Wenn wir ihn hingebracht hätten, hätten sie ihn wieder zurückgeschickt und ein Attest vom Kinderarzt verlangt, daß er kindergartentauglich ist.


Mal sehen, was als nächstes kommt...