Donnerstag, 15. August 2013
Schlaf
Meinen Schlafrhythmus kann man zeitweise nur als "gestört" bezeichnen. Ich gehe gegen 9 schlafen, wache zwischen 2 und 3 für 1 bis 2 Stunden auf und fühle mich fit, energiegeladen und tatbereit. Die besten Gedanken kommen mir nachts, wenn es still und dunkel ist, wenn kein Geräusch mich daran hindert, mich selbst zu hören. Ich finde nachts wach sein wunderbar.

Das klappt im Alltag leider nicht so. Kinder müssen zur Schule, kommen nach Hause etc. Wieder mal so ein Punkt, an dem ich entdecke, daß unser Alltag verflixt reglementiert ist.

Zu Studienzeiten war ich am produktivsten, ausgeruhtesten und wachsten, wenn ich in der Vorlesungsfreien Zeit meinem eigenen Rhythmus nachgeben konnte. Zwischen 7 und 8 aufstehen, ab 9 was tun bis gegen 12 oder 1. Dann Pause mit Nickerchen. So um 3 Uhr rum wieder loslegen bis gegen 8. Kleinuigkeit essen, bißchen was anderes machen und dann ins Bett. ich wachte dann fast immer gegen 1 auf und hatte eine ernsthaft ergebnisreiche Zeit bis ich dann wieder müde wurde und schlief.


Das heutige Schlafverhalten (8 Stunden am Stück) ist eine recht moderne Angelegenheit. Erst Schule, Militär, Gefängnis und am Ende die Fabrik haben uns dazu gebracht, reglemetiert zu schlafen.

Lange schlafen wird oft als Zeichen von Faulheit gesehen, ein Mittagsschläfchen ebenso.

Heute, fix in der Mühle von "ich muß" eingespannt, bin ich manchmal zum Umfallen müde wenn ich nachts nicht schlafe. Aber trotzdem: diese 2 Stunden, die einfach nur mir gehören, sind mir kostbar. Beten, lesen, alleine rausgehen und die Stille genießen, vielleicht hören, wie die Vögel ihr Morgenkonzert geben, mein eigenes Tempo finden... unbezahlbar.

Also nehme ich mir mittags das Baby und lege mich mit ihr zusammen hin. Die Tiger kennen das- ich bin nebenan und ansprechbar für Notfälle, aber ansonsten ist Mittagspause.

Ich glaub', ich werd müde...



Die Tücken der klassischen Bildung
"Denn niemand hatte die immerbesorgte Mutti auf dem Zettel. Ihr Einwand: "In diesem Museum sind die griechischen Götter alle nackt. Ich möchte meine Elfjährige nicht mit Quasi-Pornografie konfrontieren." Den Besuch alter Steinstatuen im Museum wegen Porno-Verdacht absagen? Darauf können im Zeitalter von YouPorn nur sehr verwirrte Eltern kommen."


Ich muß jetzt mal kurz was zur Verteidigung dieser Mutter sagen:
gerade wegen YouPorn&Co, weil jede Programmzeitschrift ein Bikini-Mädchen zeigt, weil vor der Schule das Taxi mit der Reklame für den Saunaclub einschlägiger Ausrichtung parkt, weil im Schreibwarenladen der Aktkalender völlig locker gegenüber den Stiften liegt, weil der Erotikladen gegenüber der Bushaltestelle in der Innenstadt liegt, gerade weil "sex sells" so überall ist, könnte man als Elternteil auf die Idee kommen, daß Kindheit einen Schutzraum verdient. Wir leben in einer weitgehend sexualisierten Gesellschaft. Ob man das nun gut oder schlecht findet oder einfach nervig, sei jedem selbst überlassen. Sein Kind mit 11 Jahren vor Pornographie schützen zu wollen, findet erstmal meine volle Unterstützung.

Ob man da bei den griechischen Nackedeis anfangen sollte... schwer diskussionswürdig, hier wurden die ollen Römer nicht weggeschlossen, die Bildbände stehen weiter im Wohnzimmer.

Das ist vielleicht überreagiert, aber grundsätzlich verstehe ich, was die Mutter (so es sie den in realitas gab) ritt. Auch wenn wie gesagt mein erster Gedanke nicht der Museumstrip gewesen wäre.

Auf der praktischen Ebene ist der Hinweis der Mutter durchaus angebracht.
Ich erinnere mich voller Grauen an die Schnecken im Bio-Unterricht. Die Schnecke ist nämlich ein zwitteriges Lebewesen, was für ihre Fortpflanzung allerlei Eigenheiten mit sich bringt. Und genau die wurden bei uns in der 6. Klasse behandelt. Jungs gröhlen, anständige Mädchen werden rot und Jung-Cassie stand mit ihrem Referat da...
Ich will gar nicht wissen, was ein herkulesisches Organ da auslösen könnte.



Tageskarte
Linsen mit Tomaten, Lauchzwiebeln und Möhren, dazu Couscous. Wer wollte, nahm noch Yoghurt.

Da ich auf die Waschmaschinenlieferanten gewartet habe, mußten alle Zutaten aus dem kommen, was eh da war.

Kostenpunkt:
Linsen: 1.99 der Packen (bio)
Lauchzwiebeln: weiß ich grad nicht, um den Euro rum?
Möhren: 1,99 das kg (bio)
Tomaten: 2,50 das kg

knapp 8 Euro wenn mann alles einkufen muß



Kirchenbrand
In Garbsen hat letzte Woche eine Kirche gebrannt, es war wahrscheinlich Brandstiftung.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Garbsen/Nachrichten/So-kaempft-die-Feuerwehr-um-die-Kirche-Willehadi-in-Garbsen