Sonntag, 21. Dezember 2014
Nebenan
"Einige Tausende von jesidischen Frauen endeten als Sklaven der Islamisten. Zehntausende, die Zuflucht auf dem Sindschar Gebirge fanden, mussten ohne ausreichend Lebensmittel, Wasser und Medikamente wochenlang ausharren. Die letzten Flüchtlinge, die dort oben unter dem Schutz von jesidischen und kurdischen Milizen der PKK und YPG standen, konnten erst jetzt von den heranrückenden Peschmerga befreit werden."

Wissen Sie, wie kalt es in den kurdischen Bergen werden kann? Im Dezember? Ich ahne es. Die Vertreibung in die Berge kann nur als Todesmarsch gesehen werden.

Flüchtlinge aufzunehmen reicht nicht: die Möglichkeiten, ohne Evakuierung aus den Bergen in die BRD zu kommen, sind nichtexistent. Eine Evakuierung bräuchte aber wieder militärische Unterstützung.


Im Gebirge verhungern, erfrieren und vor Erschöpfung zusammenbrechen: passiert praktisch nebenan. Ebenso wie Sklaverei.